Ganzheitliche Arbeitsmedizin – Rund um G‘sund
Bereits 2015 wird jeder/jede dritte Erwerbstätige über 50 Jahre alt sein. Damit kommt es zu einer Verdoppelung gegenüber der Gruppe der 20- bis 29-jährigen Erwerbstätigen. Auch die psychischen Belastungen nehmen zu. Man bedenke, dass aktuell jede dritte Invaliditäts- pension aufgrund einer psychischen Erkrankung erfolgt und laut ÖGB 1,5 Millionen ÖsterreicherInnen Burn-Out gefährdet sind.
Diese Veränderungen der Arbeitswelt bringen
für die Beschäftigten neue Belastungen und
Beanspruchungen mit sich. Für die Arbeitsmedizin steht damit
ein ganzheitlicher Ansatz im Mittelpunkt der Betreuung. Dieser
schließt neben physischen Einflüssen auch
psychosoziale Faktoren mit ein. Ein Ziel der Arbeitsmedizin ist es,
dass die Menschen über ihr Arbeitsleben hinaus gesund und
leistungsfähig bleiben. Um die wachsenden Bedürfnisse
von Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden nach einer ganzheitlich
betrieblichen
Gesundheitsvorsorge zu erheben, führte das
Marktforschungsinstitut SPECTRA im Auftrag der
Österreichischen Akademie für Arbeitsmedizin eine
Erhebung mit dem Titel „Position der Arbeitsmedizin in
Unternehmen“ durch.
ARBEITSMEDIZIN "WICHTIG"
Am Ende der Studie stand fest, dass 89 Prozent der Unternehmen
mit mehr als 50 Mitarbeitenden die Leistungen der Arbeitsmedizin als
„wichtig“ bzw. „sehr wichtig“
einstufen. Ebenso wird die Leistung aus Sicht der Arbeitnehmenden mit
68 Prozent beurteilt. Auffallend ist,
dass jeder vierte Betrieb seine Mitarbeitenden nicht arbeitsmedizinisch
betreut, obwohl dies für Kleinbetriebe durch das
AUVA-Sicher-Modell gratis möglich ist. Der Wert der
Arbeitsmedizin wird von diesen Unternehmen mit 60 Prozent ebenfalls als
„hoch“ bzw. „sehr hoch“
eingestuft. Die Aufgaben der Arbeitsmedizin zählten zu den
zentralen Fragen der Erhebung.
Hier gaben die ArbeitgeberInnen, ArbeitnehmerInnen und ArbeitsmedizinerInnen folgende Antworten:
• Aufzeigen körperlicher Belastungen
• Aufnahme von Arbeitsunfällen
• Mithilfe bei Planung und Gestaltung von
Arbeitsplätzen
• Aufzeigen psychischer Belastungen
• Aufzeigen von Belastungen, die zum Burn-Out führen
• Hilfe bei Alkohol- und/oder Drogenproblemen.
Aus der Erhebung ging allgemein hervor, dass der/die
ArbeitsmedizinerIn der erste Partner/die erste Partnerin in Fragen zur
Prävention körperlicher und psychosozialer
Belastungen und auch Schnittstelle zu anderen ExpertInnen sein soll.
Ebenso wird die arbeitsmedizinische
Vorsorge als ein zentrales Instrument des medizinischen Arbeitsschutzes
gesehen. Dr. Ortrud Gräf, Leiterin AMD-Arbeitsmedizin
erwähnt in diesem Zusammenhang, dass der AMD Lösungen
und eine maßgeschneiderte Gesundheitsvorsorge für
die Betriebe anbietet.
AMD Salzburg
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